Frühkindlicher Autismus - Kanner Syndrom

  

Frühkindlicher Autismus - Kanner Syndrom

Im Gegensatz zum Asperger-Syndrom ist die Kontaktstörung beim frühkindlichen Autismus viel umfassender. Der frühkindliche Autismus zeigt sich meistens schon beim Kleinkind deutlich vor dem zweiten Lebensjahr, während der Asperger-Autismus meisten erst zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr auffällige Züge annimmt. Schon das Kleinkind verweigert den Blickkontakt und streckt den Eltern nicht die Arme entgegen. Auf die Stimme der Eltern wird selten bis garnicht reagiert. Die Sprachentwicklung ist verzögert, Worte und Aätze werden wenn überhaupt in Form von Echolalie gebraucht. Es ist diesen Kindern selten möglich um Hilfe zu bitten, wenn etwas gewünscht wird, dann wird darauf gezeigt oder hingeführt. Das autistische Kind entwickelt viele Verhaltenseigenarten ,Rituale und Zwänge, deren Störung starke Ängste hervorrufen kann. 

 

 Spontanes oder situationsangemessenes Verhalten ist kaum vorhanden. Kinder mit frühkindlichem Autismus wirken sehr auffällig, teil durch ihre Bewegungsstereotypien, teil durch ihre plötzlichen, scheinbar unmotivierten Bewegungen. Es gibt verschiedene Therapieformen die helfen können die motorischen Auffälligkeiten und die soziale Interaktion zu verbessern. Einige haben sich besonders bewährt. Welche Therapie letztendlich geeignet ist hängt natürlich sehr stark von dem Einzelnen ab, da jeder deinen eigenen Autismus hat. Autismus ist grundsätzlich nicht heilbar, aber eine Therapie kann sinnvoll unterstützen.

  • Aufmerksamkeits-Interaktionstherapie (Hartmann),
  • Sensorische Integrationstherapie (Ayres),
  • Differentielle Beziehungstherapie (Janetzke),
  • Verhaltenstherapie,
  • TEACCH-Programme (Schopler),
  • Ergotherapie,
  • Musiktherapie,
  • Sprachunterstützende und sprachersetzende Therapien,
  • Körperbezogene Verfahren,
  • Medikamentöse Therapien.

Menschen mit Autismus haben einen Anspruch auf Teilnahme am Leben in der Gesellschaft und auf jegliche mögliche Förderung, wie alle anderen Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen auch. Auf einige der oben genannten  Therapiemöglichkeiten werde ich weiter unten noch näher eingehen.

Sobald der Verdacht auf eine autistische Behinferung besteht, sollte möglichst umgehend eine diagnostische Abklärung erfolgen, damit frühstmögliche kompetente und angemessene Hilfe erfolgen kann. Auch bei einer drohenden nicht genau abklärbaren Behinderung, kann bereits Hilfe eingefordert werden, z.B. bei den regionalen Frühförderungsstellen. Kompetente Anlaufstellen sind die,leider nicht so dicht gesäten, Autismusambulanzen.

Für die Beschulung autistischer Kinder kommt, je nach Grad der Behinderung, fast ausnahmslos jede Schulform in Frage, allerdings sind einige Voraussetzungen und Entgegenkommen nötig. Bewährt haben sich integrative Klassen mit einem kleinen Ateil von Kindern mit Behinderungen, entsprechend ausgebildeten Lehrern und sinnvollem Einsatz von Lernmaterial.

Eine berufliche Ausbildung erfolgt meistens in einem überbetrieblichen Berufsbildungswerk, da auf dem freien Arbeitsmarkt selten Lehrstellen vorhanden sind, die Menschen mit frühkindlichem Autismus entgegenkommen, Asperger-Autisten haben da schon etwas bessere Aussichten. Für einige autistische  Menschen sind auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen geeignet.


 



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